Internet Gateway

Der AccountPlus Gateway stellt die Datenschnittstelle zu den technischen Komponenten des Internets dar. Er besteht aus einzelnen Import- bzw. Export-Schnittstellen, die entsprechend konfiguriert und damit an die jeweiligen vorhandenen technischen Systeme angepaßt werden können. Jede Schnittstellen-Komponente stellt ein separates Programm dar, die Konfiguration und Bedienung der einzelnen Programme ist jedoch im wesentlichen gleich. Der Datenimport erfolgt je nach Account mittels FTP oder mittels Telnet. Die Schnittstellen-Programme können entweder einmalig manuell oder periodisch über einen Job-Scheduler gestartet werden. Aufgrund des modularen Aufbaus besteht die Möglichkeit, bei Bedarf neue Schnittstellen-Operationen mit wenig Aufwand zu implementieren.

Screenshot

Folgende Import-/Export-Schnittstellen stehen zur Verfügung, von denen einige im weiteren Text exemplarisch erläutert werden:

FunktionProgrammname
Import von Account-Pools gwyimp.exe
Import von Dial-In-Accountingdaten gwimpdi.exe
Import von generischen Accountingdaten gwimpgen.exe
Import von Dial-In-Accountingdaten mit Auswertung der Einwahlnummer gwimpit.exe
Import von Accountingdaten aus Netzwerkanbindungen gwimpnet.exe
Import von RADIUS-Accountingdaten gwimprad.exe
Import von WWW-Accountingdaten gwimpwww.exe
Import von UMS-Daten (Unified Messaging Services) gwimpums.exe
Import von Kundendaten zur automatischen Auftrags- und Accountanlage gwimpau.exe
Export von E-Mail-Accounts zur Konfiguration von Mail Servern mittels HTML gwexpms.exe
Export von RADIUS-Files gwexprad.exe
Export von generischen Accounts gwexpgen.exe

Import von Accountingdaten aus generischen Accounts

Accountingdaten von generischen Accounts müssen als Datei auf einem Host vorliegen, der mittels FTP erreichbar ist. Das Format der Accountingdateien ist in weiten Zügen frei konfigurierbar: Die Import-Schnittstelle für generische Accounts erwartet ein Dateiformat, bei dem jeder Datensatz durch eine Zeilenschaltung (CR/LF oder LF) getrennt ist. Die Datenfelder innerhalb eines Satzes können durch ein beliebiges, aber einheitliches Trennzeichen getrennt werden. Es ist darauf zu achten, daß die Trennzeichen nicht innerhalb der zu importierenden Daten auftreten (z. B. Kommata in Dezimalwerten oder Punkt und Doppelpunkt in Datumsangaben). Die Datei kann eine Anzahl von Kopfzeilen zur allgemeinen Infortmation enthalten, die beim Import überlesen werden.

Folgende Datenfelder (Spalten) können in einem Satz einer Importdatei für generische Accounts enthalten sein:

  • Index:
    Jede Import-Datei muß eine Index-Spalte besitzen. Die Daten in dieser Spalte stellen den Zusammenhang zwischen Datensatz und Account her.
  • Zeitinformationen:
    Die Angabe des Zeitraums in welchem die im Datensatz angegebenen Daten angefallen sind, kann auf zwei Arten erfolgen. Enthält der Datensatz Daten, die innerhalb eines Tages angefallen sind, ist nur eine Spalte mit dem entsprechenden Datum erforderlich. Sind die Daten für mehrere Tage in einem Datensatz zusammengefaßt, so ist jeweils eine Spalte, die den Anfang des Zeitraums und eine Spalte, die das Ende des Zeitraums festlegt, notwendig. Da intern alle Daten "pro Tag" gespeichert werden, erfolgt in diesem Fall beim Import eine gleichmäßige Aufteilung der Datenmenge auf die im Zeitraum liegenden Tage. Das Format des Datums kann frei gestaltet werden, solange es aus den Platzhaltern "dd" für Tag, "MM" für Monat, "jj" oder "jjjj" für Jahr sowie einem einheitlichen Trennzeichen dargestellt werden kann.
  • Daten:
    Die Accountingdaten können in einer oder in zwei Spalten pro Datensatz dargestellt werden. Sind zwei Datenspalten vorhanden (z. B. für gesendete und empfangene Bytes), werden die Werte dieser Spalten beim Import addiert. Accountingdaten können als Integerwerte oder Dezimalwerte mit beliebiger Anzahl von Nachkommastellen dargestellt werden.

Die tatsächliche Zusammensetzung eines Datensatzes sowie die Reihenfolge der Spalten ist nicht festgeschrieben, sie muß jedoch mit der Importdefinition des generischen Accounttyps übereinstimmen.

Import von Accountingdaten aus Dial-In-Accounts

Die Import-Schnittstelle von Dial-In-Accounts stellt eine Sonderform der Import-Schnittstelle für generische Accounts dar. Die Schnittstelle ist unter anderem in der Lage, übertragene Datenmenge und Onlinezeit (sofern vorhanden) in einem Vorgang zu importieren. Weiterhin werden der Filename des importierten Files sowie die IP-Adresse (bzw. der Domain-Name) des POP’s, von dem die Daten stammen, gespeichert. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Datensätze, die bestimmte Fehlerinformationen enthalten (z. B. PPP-Authentisierungsfehler), beim Import zu verwerfen und somit sicherzustellen, daß nur Nutzdaten abgerechnet werden.

Import von Accountingdaten aus WWW-Accounts

Die Import-Schnittstelle importiert Access-Logdateien im Common Log File Format (CLF) mittels FTP und bildet daraus eine tägliche Summe der Bytes der HTTP-Requests mit Status 200 für eine bestimmte Stamm-URL. Der im CLF enthaltene Zeitstempel verhindert dabei den Mehrfachimport von Einträgen. Es besteht die Möglichkeit, vor und nach der FTP-Operation einen Telnet-Script zu startet. Dieser Script kann z. B. den HTTP-Server stoppen, das Log File sichern und den Server wieder starten. Somit werden Probleme beim Kopieren geöffneter Logdateien vermieden.

Import von Accountingdaten für Netzwerkaccounts

Der Import von Netzwerkaccounts ist speziell auf das IP-Accounting des Cisco IOS abgestimmt. Werden andere Routertypen für Netzwerkverbindungen benutzt, können generische Accounts benutzt werden. Die IP-Accountingdaten werden während einer Telnet-Session gelesen und den entsprechenden Kundennetzwerken zugeordnet. Nach erfolgreichem Import wird das IP-Accounting des Router zurückgesetzt, da die Accountingdaten keine Zeitinformationen enthalten und somit Doppelimporte nicht auszuschließen sind. Für diesen Vorgang muß in den Enabled-Mode des IOS gewechselt werden. Das hierfür notwendig Password muß bekannt sein.

Weitere Schnittstellen

Für die folgenden Funktionen sind Schnittstellen vorhanden, die an die jeweils konkreten Bedingungen angepaßt werden können:

  • Generierung von RADIUS-Authentisierungsfiles und Transport derselben mittels FTP zu den Dial-In-Routern
  • Konfiguration von Mail Accounts auf Netscape Mail Servern mittels HTML
  • Aktivierung von Accounts für die automatische Abrechnung
  • Datenpflege
  • Erstellung einer Statistik über die Datenaufkommen und Onlinezeit, welche mittels HTML-Browser abgefragt werden kann

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie eine der oben genannten Schnittstellen benötigen. Auf Grund der Flexibilität der Schnittstellen können bei Bedarf weitere Schnittstellen in kurzer Zeit (2 bis 5 Arbeitstage) zur Verfügung gestellt werden. Sie erreichen uns per Telefon unter +49-(0)371-49512-0 oder per E-Mail unter support@kn-info.de.

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© k+n Informationssysteme GmbH. Last modified 2009/01/07.